Energiemanagement ist die systematische und dauerhafte Steuerung des Energieverbrauchs in einer Organisation: Der Verbrauch wird gemessen, Ziele werden festgelegt, Maßnahmen umgesetzt und die Ergebnisse regelmäßig überprüft. Als Rahmen dient meist die Norm ISO 50001.
Wie es funktioniert
Es beruht auf dem Zyklus Plan-Do-Check-Act (PDCA). Die Organisation ermittelt, wo und wofür sie Energie einsetzt (wesentliche Energieeinsätze), legt Kennzahlen (EnPI) und Ziele fest, setzt Maßnahmen um, misst das Ergebnis und passt die Ziele entsprechend an. Die Verantwortung trägt die Leitung, die tägliche Arbeit leistet der Energiebeauftragte gemeinsam mit Instandhaltung und Produktion.
Unterschied zum Audit
Ein Energieaudit ist eine Momentaufnahme. Energiemanagement ist die tägliche Arbeit mit Daten: Messung, Auswertung, Alarme bei Unregelmäßigkeiten und Kontrolle, ob die Maßnahmen greifen. Beides ergänzt sich: Das Audit findet Potenziale, das Management stellt sicher, dass sie genutzt werden und die Einsparung von Dauer ist.
Beispiel aus der Produktion
Ein Werk installiert Unterzähler an Kompressorstation, Lackiererei und Schweißerei. Die monatliche Auswertung zeigt den Verbrauch außerhalb der Schichten und das Betriebsmuster. Die Maßnahme (Abschalten der Anlagen am Wochenende, Beseitigung von Leckagen) wird dokumentiert, und nach drei Monaten wird ihre Wirkung anhand der Daten überprüft.
Häufige Fragen
Muss jedes Unternehmen ein Energiemanagement haben?
Nein. Das tschechische Gesetz Nr. 406/2000 Slg. schreibt je nach Energieverbrauch ein Audit oder ein zertifiziertes ISO 50001 vor (ab 10 TJ Audit, ab 85 TJ ISO 50001). Freiwillig lohnt es sich auch für kleinere Betriebe.
Was wird für das Energiemanagement benötigt?
Je nach Bedarf Zähler, ein System zur Datenerfassung und -auswertung, benannte verantwortliche Personen und die Unterstützung der Leitung. Die Plattform Energy Infra Scan übernimmt Messung und Auswertung.